Packliste Camping mit Kindern

Die ultimative Packliste für euren Campingurlaub mit Kindern – garantiert nichts vergessen!

Ein Sommer-Campingurlaub mit Kindern ist Abenteuer pur: Sternschnuppen zählen vorm Zelt, Stockbrot am Lagerfeuer und morgens vom Vogelgezwitscher geweckt werden. Klingt traumhaft, oder? 🙌 Damit aus dem Traum kein Pack-Desaster wird, verrate ich dir hier meine ultimative Packliste. Als Camping-Mama vom Kleinkind bis Grundschüler ist habe ich schon so manchen Urlaub gemeistert – inklusive vergessener Zahnbürsten und matschiger Kofferraum-Anekdoten. Keine Sorge, mit dieser Liste vergisst du garantiert nichts und bist bestens gerüstet für euer Familienabenteuer unter freiem Himmel!

Bevor’s losgeht, mein wichtigster Tipp: Planen ja, Perfektion nein. Camping mit Kids ist immer ein bisschen chaotisch – und genau das macht ja den Spaß aus. Pack die Dinge ein, die euch den Alltag erleichtern, und lass unnötigen Ballast daheim. Jetzt aber ran an die Checkliste! Ich hab’ sie übersichtlich in Kategorien unterteilt, damit du Schritt für Schritt abhaken kannst. Los geht’s – die Vorfreude steigt! 😍🏕️

Kleidung für alle Wetterlagen

Beim Camping gilt das Zwiebelprinzip: Lieber mehrere Schichten anziehen, um für wechselhaftes Wetter gerüstet zu sein. Gerade im Sommer können die Tage heiß und die Nächte kühl sein. Stell dir vor, es ist morgens um 7 Uhr, die Kids müssen gaaanz dringend aufs Klo, und ihr tapst im Schlafanzug über den taufrischen Zeltplatz – brrr! Da seid ihr froh über kuschelige Fleecejacke. Ich schwöre, meine Kinder lieben ihre bunten Fleece-Jäckchen so sehr, dass sie sie sogar beim Stockbrot-Grillen abends noch tragen wollen. 🤗

Pack auch unbedingt etwas mehr Wechselklamotten ein als üblich. Warum? Weil Matsch und Eis bei Kindern magische Anziehungskräfte haben! Ein unerwarteter Sommergewitter-Schauer + Pfützen = klatschnasse Kids von Kopf bis Fuß. (Ja, wir erinnern uns an diesen Nachmittag… 🙈) Mit trockenen Ersatzsachen bleibt die Stimmung gut und niemand erkältet sich. Hier also die Must-haves an Kleidung:

  • Oberteile: T-Shirts (kurz und langärmelig), dünne Langarmshirts oder Sweatshirts für kühlere Abende
  • Hosen: Bequeme Hosen und Leggings, Shorts für warme Tage, ggf. eine robuste lange Hose für Wanderausflüge
  • Unterwäsche & Socken: Genügend zum Wechseln – Campingkinder finden garantiert jedes Schlammloch 😉
  • Schlafanzüge: Am besten etwas wärmer als daheim, weil die Nächte im Zelt frisch werden können. (Und ja, der Schlafanzug sollte „vorzeigbar“ sein – man trifft im Pyjama gerne die halbe Campingplatz-Nachbarschaft auf dem Weg zum Waschhaus!)
  • Schuhe: Festes Schuhwerk zum Laufen und Toben (Turnschuhe oder Trekkingsandalen), dazu Sandalen oder Crocs für’s Duschen und Schlurfen über den Platz. Gummistiefel nicht vergessen – selbst im Sommer kann’s mal regnen, und Kinder lieben Pfützenspringen!
  • Regen-Outfit: Regenjacke und Matschhose für die Kids, plus Regenponchos oder -jacken für die Großen. So bleibt ihr auch bei Schietwetter trocken und könnt fröhlich weiter Matschsuppen kochen.
  • Badeklamotten: Badeanzug/Badehose, ggf. UV-Schutz-Kleidung (sehr empfehlenswert bei starker Sonne am See oder Meer) und Schwimmflügel/Schwimmwesten je nach Alter. Ein leichter Badeponcho oder großes Mikrofaser-Badetuch ist Gold wert – trocknet schnell und hält warm, wenn die Lippen langsam blau werden vom Planschen.
  • Sonnen- und Mückenschutz: Ein breiter Sonnenhut oder Cap, Sonnenbrillen für alle und dünne Baumwolllangarmshirts als zusätzlicher Sonnenschutz. Denkt auch an etwas Langärmliges und Lange-Hose für abends – das hält zugleich fiese Mücken fern, wenn ihr gemütlich vorm Zelt sitzt.

Praktischer Mama-Tipp: Pack jedes Kinder-Outfit (Shirt, Hose, Unterhose, Socken) in separate Stoffbeutel oder Zip-Beutel. So kann sich morgens jedes Kind selbst ein Paket schnappen – und du ersparst dir das Kramen im Rucksack. 🎒 Außerdem wandern schmutzige Sachen bei uns direkt in einen extra Beutel. So bleibt die saubere Kleidung halbwegs sand- und feuchtigkeitsfrei. (Zumindest theoretisch… 😜) Und vergiss nicht, Schuhe über Nacht ins Vorzelt oder Auto zu räumen – wir hatten mal morgens eine Schnecke im Turnschuh. Die Kids fanden’s witzig, ich eher nicht so! 🐌👟

Campingküche und Essen: Kochen unter freiem Himmel

Kochen auf dem Campingplatz ist ein Erlebnis für sich – alles schmeckt doppelt so gut an der frischen Luft, versprochen! 😋 Damit die hungrige Rasselbande aber nicht quengelt, weil Mama den Dosenöffner vergessen hat (hust, frag nicht woher ich das weiß…), solltest du deine Campingküche gut ausstatten. Kinder haben ständig Hunger, also plane genug Snacks ein und setze auf einfache Gerichte, die alle mögen. Ein One-Pot-Pasta vom Gaskocher oder Stockbrot überm Feuer – das wird euch allen schmecken und ist unkompliziert. Hier die Checkliste für eure Campingküche:

  • Campingkocher + Gas (sofern kein Kochfeld im Camper vorhanden) – am besten ein stabiler zweiflammiger Kocher, damit parallel Wasser fürs Nudelkochen und Kaffee für die Nerven kochen kann. 🔥
  • Topf, Pfanne & Kessel: Ein großer Topf für Familienportionen, eine Pfanne für Spiegelei bis Pfannkuchen und vielleicht ein Wasserkessel für Tee/Kaffee.
  • Geschirr & Besteck: Bruchsicheres Geschirr für alle – Teller, Schüsseln, Becher (für Kids gerne diese bunten aus Melamin). Besteck nicht vergessen, inkl. kindgerechter Löffel/Gabel. Pro-Tipp: Markiere die Becher mit Namen oder Farben, so gibt’s kein „Das ist mein Becher!“-Drama. 😉
  • Schneidebrett und scharfes Messer: Zum Schnibbeln von Obst, Gemü­se und Baguette fürs Abendbrot.
  • Dosenöffner & Flaschenöffner: Unverzichtbar (wir denken an die olle Raviolidose und Papas wohlverdientes Bier).
  • Küchenhelfer: Kochlöffel, Pfannenwender, vielleicht eine kleine Zange fürs Grillen oder Marshmallows rösten.
  • Kühllösung: Eine Kühlbox (mit Kühlakkus) oder kleiner Camping-Kühlschrank hält Milch, Butter und Co. frisch. Im Sommer unverzichtbar – sonst schwimmt euch die Butter davon. Alternativ tut’s auch eine Styroporbox mit täglich frischem Eis vom Camping-Kiosk.
  • Wasserkanister: Wenn es keine Wasserstelle direkt am Zelt gibt, erleichtert ein befüllbarer Kanister (idealerweise mit kleinem Hahn) den Abwasch und Zähneputzen enorm.
  • Spülsachen: Abwaschschüssel oder Eimer, biologisch abbaubares Spülmittel, Schwamm/Bürste und Geschirrtuch. So könnt ihr notfalls auch am Stellplatz selbst spülen, falls kein Spülbecken vorhanden oder die Kids schon im Träumeland sind, während Mama/Papa noch das Nudelchaos beseitigt.
  • Müllbeutel: Ganz wichtig – haltet euren Lagerplatz sauber. Ein großer Müllsack an der Zeltstange befestigt sammelt das Familien-Chaos von Bananenschalen bis Windeln hygienisch.
  • Lebensmittel & Gewürze: Packt Grundnahrungsmittel ein, die ihr braucht (Kaffee!!, Nudeln, Reis, Brot, haltbare Milch, Müsli, Konserven, etc.). Dazu Salz, Pfeffer, Zucker, Öl in kleinen Mengen. Und natürlich die Leibspeisen der Kids: ob das nun die Lieblingskekse oder der tägliche Kakaopulver fürs Frühstück sind – vertrautes Essen sorgt für glückliche Campingkinder. 🍪🥛
  • Snacks für unterwegs: Kleinere Dosen für geschnittenes Obst, Knabberzeug, Müsliriegel, damit ihr auf Ausflügen oder während der Anreise niemanden mit knurrendem Magen ertragen müsst. Hangry Kinder? Nicht mit uns! 😅

Praktischer Tipp: Verstau Küchenutensilien und Vorräte in stapelbaren Kisten mit Deckel. Wir haben eine “Küchen-Kiste”, in der vom Teller bis zum Salzstreuer alles seinen Platz hat. Beim Kochen wird sie einfach herausgezogen und danach wieder im Kofferraum verstaut – so fliegt nix einzeln rum. Und vergiss nicht einen Campingstuhl oder Hochstuhl für die Kleinsten: Essen auf Papas Schoß klingt gemütlich, endet aber meist mit Tomatensoße auf Papas Hose… Ein leichter Reisehochstuhl (es gibt z.B. anklippbare für den Campingtisch) kann da Wunder wirken.

Schlafen im Zelt: Von Isomatte bis Kuscheltier

Eine erholsame Nacht ist die halbe Miete – gerade mit Kindern, die am Tag auf Entdeckungstour waren und nachts zu kleinen Kuschelmonstern werden. 😊 Euer Schlaflager auf dem Campingplatz sollte gemütlich und praktisch sein. Ich persönlich liebe das Geräusch von Regen auf dem Zelt, aber nur, wenn wir drinnen warm und trocken eingekuschelt sind! Hier kommt die Packliste für euren Schlafplatz:

  • Familienzelt: Klar, ohne Zelt kein Zelturlaub. Achtet darauf, dass euer Zelt groß genug ist und leicht aufzubauen. Mit quengeligen Kindern im Schlepptau möchtet ihr keinen stundenlangen Zeltaufbau. Für Familien sind Tunnelzelte mit mehreren Kabinen super, so können z.B. Eltern und Kids getrennt schlafen – oder das zweite Kabuff wird zur Spielhöhle. Den Zeltboden mit einer Plane schützen (gegen Nässe) und Heringe + Hammer nicht vergessen.
  • Schlafsäcke und Schlafunterlagen: Jeder braucht einen passenden Schlafsack – für den Sommer reichen dünnere Modelle, aber nehmt für die Kinder lieber einen etwas wärmeren mit, falls die Temperaturen nachts doch sinken. Kinder-Schlafsäcke sind kleiner geschnitten, damit die Kids nicht in einem riesigen Sack “verschwinden” und frieren. Meine Jüngste hat einen pinken Schlafsack mit Eulen, der musste natürlich mit – und siehe da, sie schläft darin wie ein Murmeltier. 😄 Dazu kommen Isomatten oder Luftmatratzen als Polsterung. Unsere Kids finden Luftmatratzen toll (Hüpfburg-Effekt beim Draufspringen inklusive 🙈), wir Eltern schwören auf selbstaufblasende Isomatten – kein nächtlicher Luftverlust, falls mal ein Loch reinkommt. Vergiss die Luftpumpe nicht, falls ihr Matratzen benutzt!
  • Kissen und Decken: Viele Camper begnügen sich mit einem zusammengerollten Pulli als Kissen – meine Nackenwirbel sagen da Nein danke. Packt eure Lieblingskopfkissen ein, wenn Platz ist, oder investiert in kleine Campingkissen. Eine extra Kuscheldecke für’s gemeinsame Sterne-Gucken vor dem Zelt oder als zusätzliche Lage in kalten Nächten schadet auch nie.
  • Kinderbett & Co.: Für Babys und Kleinkinder lohnt sich ein Reisebett oder eine faltbare Schlafmatte mit Rand, damit der Wurm sicher schläft und nicht zwischen die Eltern rollt. Einige Eltern nehmen auch die Babybett-Matratze ins Zelt, wenn genug Platz ist – vertrauter Geruch, besserer Schlaf. Und wenn ihr es super gemütlich wollt: Warum nicht das halbe Kinderzimmer einpacken? 😉 Kuscheltier, Lieblingsschlafanzug, vielleicht sogar das Nachtlicht oder die Tonie-Box – alles, was dem Kind beim Einschlafen hilft, darf mit.
  • Licht für die Nacht: Absolute Empfehlung von meiner Seite: Eine eigene Taschenlampe oder Stirnlampe für jedes Kind. Meine Kids lieben ihre kleinen Tier-Stirnlampenbergzeit.de – abends im Schlafsack lesen sie damit noch heimlich Pixi-Bücher und beim nächtlichen Gang zum WC leuchten sie uns stolz den Weg. Gleichzeitig dient die Stirnlampebergzeit.de als spannende Unterhaltung: Schattenspiele an der Zeltwand oder Sterne beobachten – alles möglich. Also ruhig investieren, es zahlt sich aus (und sorgt für weniger Stolperfallen im Dunkeln!).

Alltagstipps fürs Zelten: Ein paar Utensilien machen das Leben im Zelt einfacher. Pack z.B. Wäscheleine und Klammern ein, um feuchte Handtücher oder die abendliche Handwäsche aufzuhängen – unser Zelt sieht manchmal aus wie ein fliegender Kleiderständer, aber so trocknet alles über Nacht. 😅 Ein kleiner Besen oder Handfeger hilft, Krümel und Sand aus dem Zelt zu kehren (es wird sandig, egal was du tust!). Und ein Multitool oder Taschenmesser leistet gute Dienste, vom Schnitzen bis Tube aufschneiden. Das Schöne am Campen: Man braucht nicht viel, aber die paar Dinge sollte man griffbereit haben. Dann fühlt sich euer Zelt an wie ein gemütliches Zuhause auf Zeit. 🏡⛺

Hygiene & Camping-Badezimmer

Zähneputzen unter freiem Himmel, Katzenwäsche am Waschbecken – Camping hat seinen eigenen (manchmal leicht rustikalen) Charme, auch im Bad. Damit alle sauber und happy bleiben, packt ihr am besten eine gemeinsame Kulturtasche für die Familie. Vieles könnt ihr euch teilen (das Babyshampoo tut’s auch für Mama 😉). Was darf also in Sachen Körperpflege und Hygiene nicht fehlen?

  • Waschbeutel mit Inhalt: Zahnbürsten für alle (Zahncreme nicht vergessen), Kamm/Bürste, Haargummis, Duschgel/Seife (mildes Kinder-Shampoo geht für alle zur Not), Deo für die Großen. Je nach Kind Alter: Nagelschere, Feuchttücher (Gottheit der Campinghygiene! Ich habe in jeder Ecke eine Packung Feuchttücher, ob klebrige Hände oder schmutzige Tischplatte – zack, gelöst!).
  • Handtücher: Leichte Mikrofaser-Handtücher sind super platzsparend und trocknen schnell. Jedes Familienmitglied bekommt bei uns eine eigene Farbe, so gibt’s kein Verwechseln im Waschhaus. Für die Kleinsten evtl. ein Bademantel oder Badeponcho zum Einmummeln nach der Dusche.
  • Toilettenpapier & Taschentücher: Sicher ist sicher – auf manchen einfacheren Plätzen heißt es BYO-Toilettenpapier. Und Taschentücher für alle Lebenslagen (Schnupfennasen, Schmutz… you name it).
  • Töpfchen oder Toilettensitz: Falls du ein noch-nicht-wohnmobil-mit-eigener-Toilette-Kleinkind dabeihast, das nachts mal muss: Ein Töpfchen im Zelt kann euch den Gang übers dunkle Gelände ersparen. Tagsüber tun’s auch die Sanitäranlagen, aber nachts bin ich für jeden nicht-laufenden Meter dankbar. 😉 Für etwas größere Kids, die sich vor fremden Klos gruseln, hilft ein vertrauter Kinder-Toilettensitz.
  • Wickelsachen: Wenn ihr ein Wickelkind habt: Windeln (ausreichend für 1–2 Tage, Nachschub bekommt man meist im nächsten Supermarkt), Feuchttücher (siehe oben – nimm mehr mit, als du denkst!), Wickelunterlage, Wundcreme. Windeleimer braucht’s nicht, aber Müllbeutel um benutzte Windeln direkt draußen zu entsorgen (sonst duftet das Zelt irgendwann sehr natürlich 😜).
  • Sonnencreme & Insektenschutz: Hoch in der Wichtigkeits-Liste! Eine Sonnencreme mit hohem LSF für Kinder (empfindliche Haut!) sollte mehrmals täglich drauf, vor allem am Wasser. Außerdem ein Mückenspray oder Roll-on, gerade in Waldnähe oder Gewässernähe sind die Biester lästig. Ich sag nur: Mückenstich direkt auf der Stirn am ersten Urlaubstag – hatten wir, brauchen wir nicht nochmal… Also cremt und sprüht, was das Zeug hält.
  • Mini-Reisewaschmittel: Flecken passieren (Schokoeis auf dem Lieblingsshirt am ersten Tag, natürlich). Ein kleines Fläschchen Handwaschmittel oder Kernseife hilft, grobe Verschmutzungen direkt auszuwaschen. So spart ihr auch ein bisschen Kleidung, weil man zwischendurch mal durchwaschen kann. Ein paar Wäscheklammern wie gesagt einpacken zum Aufhängen.

Eine weitere Sache, die das Camper-Leben erleichtert: Desinfektionstücher oder -spray. Die Toilettenhäuschen auf Campingplätzen sind nicht immer blitzblank, da wische ich gerne mal die Klobrille ab, bevor mein Nachwuchs sich draufsetzt (nennen mich paranoid, aber ich schlafe dann besser 😅). Und ein paar Pflaster (bunte Einhörner oder Piratenmotive kommen gut an) in die Kulturtasche – denn manchmal reicht ein kleines Wehwehchen-Pflaster, bevor es überhaupt zur Reiseapotheke geht.

Reiseapotheke: Sicherheit geht vor

Keiner denkt gern an Unfälle oder Krankheiten im Urlaub, aber mit Kindern ist man besser auf alles vorbereitet. Ich nenne unsere Reiseapotheke liebevoll „Die Beruhigungstasche“ – weil sie mir das gute Gefühl gibt, im Notfall schnell handeln zu können. Und glaub mir, allein dieses Gefühl entspannt ungemein! Pack dir also eine umfangreiche Reiseapotheke ein, am besten in einem wasserdichten Beutel oder kleinen Koffer. Was da alles reingehört?

  • Erste-Hilfe-Set: Ein fertiges Erste-Hilfe-Set für unterwegsamazon.de ist super praktisch – darin sind bereits Verbandszeug, sterile Tücher, kleine Schere, Einmalhandschuhe etc. enthalten. (Unseres hat ca. 90 Teile und kam schon bei so mancher Schramme zum Einsatz.) Natürlich kannst du so ein Set auch selbst zusammenstellen. Wichtig sind Pflaster in verschiedenen Größen (inkl. extra Kinderpflaster mit Lieblingsmotiven für tapfere Abenteurer 🦸🩹), Verbandspäckchen, Mullbinden, Wunddesinfektionsmittel und Wundcreme.
  • Medikamente für Kinder: Fieber- und Schmerzmittel in altersgerechter Form (Saft oder Zäpfchen), z.B. Paracetamol oder Ibuprofen für Kinder. Ein Fieberthermometer darf nicht fehlen – nichts ist fieser, als nachts im Zelt auf die Handgefühl-Methode angewiesen zu sein. 😕 Falls notwendig: Mittel gegen Durchfall und Erbrechen, Nasentropfen, Hustensaft – je nachdem, was deine Kids evtl. ab und an brauchen. Denke auch an spezielle Bedürfnisse (Allergiekind? Dann Antihistaminika einpacken!).
  • Mückenschutz & After-Bite: Ich erwähne es doppelt, weil echt wichtig im Sommer. Neben Spray zum Vorbeugen auch etwas nach dem Stich mitnehmen (Kühlgel oder einen elektronischen Stichheiler, diese kleinen Summ-Dinger). Bei uns Dauergast: ein Gel mit Antihistamin gegen fiese Mückenstiche, weil meine Kinder sie immer so schön aufkratzen…
  • Sonnenbrand- und Verletzungshelfer: Panthenol-Spray für Sonnenbrände oder kleine Schürfwunden, Kühlpads (es gibt solche kleinen, die man knicken und aktivieren kann – super bei Beulen auf der Stirn vom Sturz über Zeltschnüre, ähem). Eine kleine Wärmflasche oder Kirschkernkissen kann Wunder wirken bei Bauchweh oder einfach zum Kuscheln, falls es nachts frisch wird.
  • Zeckenkarte/Pinzette: Je nach Region (Wald, Wiesen) gehört ein Zeckenentferner rein. Checkt die Kids abends beim Bettfertig-Machen immer nach Zecken – das hat bei uns fast Ritualcharakter.
  • Dokumente & Infos: Krankenkassenkarte der Kinder, Impfpass(e) oder zumindest die Infos zu Tetanus-Impfung griffbereit, und am besten die Nummer vom Kinderarzt im Handy gespeichert (falls man mal anrufen und fragen will). In der Reiseapotheke habe ich auch einen Zettel mit Notfallnummern (Ärztlicher Notdienst, Vergiftungszentrale etc.) – hoffen wir, dass wir’s nie brauchen, aber es beruhigt.

Zum Glück brauchten wir bisher selten was davon – außer Pflaster, die gehen weg wie Smarties. 😅 Trotzdem: Alles einzupacken gibt ein gutes Gefühl. Lagert die Reiseapotheke an einem eher kühlen, trockenen Platz (nicht in der prallen Sonne im Autodachbox schmoren lassen). Und Achtung bei Hitze: Fiebersaft & Co. am besten in einer Kühltasche transportieren.

Extra-Tipp: Eine kleine Apotheke für die Kids zusammenstellen. Mein Sohn hat z.B. seine eigene „Piraten-Apotheke“ mit Pflaster, Traubenzucker und einem lustigen Pflaster-Abzieher-Spruch. Das nimmt die Angst und macht die Kids stolz, wenn sie sich selbst ums Wehwehchen „kümmern“ dürfen. Natürlich immer unter Mamas Aufsicht. 😉

Spaß & Unterhaltung für unterwegs und vor Ort

Kommen wir zum schönsten Teil der Packliste: Spiel & Spaß! Schließlich soll der Campingurlaub nicht nur aus “Habt ihr eure Socken eingeräumt?!” bestehen, sondern aus Lagerfeuer-Romantik, Naturentdeckungen und glücklichen Kindern, die abends schmutzig und zufrieden ins Zelt krabbeln. 🤸‍♂️ Doch bis es soweit ist, braucht es ein bisschen Entertainment – sowohl während der Anreise (Stichwort lange Autofahrt…), als auch auf dem Campingplatz selbst (Stichwort Mama, mir ist langweilig! – wird aber kaum fallen, wetten?).

Für die Autofahrt oder Zugreise lohnt es sich, vorab eine Überraschungstüte zu packen. Ein paar neue Malbücher, Hörspiele, kleine Snacks – dann wird die “Wann sind wir da?”-Fragerei deutlich weniger. Wir haben super Erfahrungen mit einer magnetischen Zaubertafel gemacht: Das ist ein Zeichenbrett, bei dem kein Stift herunterfallen kann, weil alles magnetisch haftet. Unsere Kids malen damit stundenlang, spielen Galgenmännchen oder Tic-Tac-Toe – und Mama muss nachher kein Konfetti aus Radiergummi aus dem Auto saugen. Win-Win! Eine Empfehlung ist z.B. das Modell “Mamas Reise Hacks” – diese magnetische Zeichentafel hat Vorlagen dabei und hält durch die Magneten auch bei holpriger Fahrt alles an Ort und Stelle. Perfekt für Kleinkind und Grundschüler. 🚌✏️

Weitere Ideen für unterwegs: Hörspiele oder Kinderlieder (mit Kopfhörern, damit die Eltern auch mal ihre Ruhe haben – mein Ohrwurm-Level von Bibi & Tina hat sich seit wir Kinderkopfhörer nutzen, drastisch reduziert 🙈🎧). Kleine Spiele wie “Ich sehe was, was du nicht siehst” oder Auto-Bingo halten die Laune hoch. Und regelmäßig Pause machen, Beine vertreten, Ball werfen – dann klappt’s auch mit der laaaangen Fahrt.

Auf dem Campingplatz selbst werdet ihr sehen: Die Natur ist der beste Spielplatz! Trotzdem schadet es nicht, ein bisschen Ausrüstung für die Bespaßung mitzunehmen:

  • Outdoor-Spiele: Klassiker wie Ball, Frisbee, Federball-Set – alles was Bewegung bringt und mehrere Altersklassen einbindet. Wir haben immer einen kleinen Soft-Fußball dabei, der schon so manche Campingplatz-Kindergruppe vereint hat.
  • Sand- und Wasserspielzeug: Falls ihr am Strand oder See seid, natürlich Eimerchen, Schaufel, Gießkanne, Wasserpistolen etc. Aber auch auf einer Wiese kann ein aufblasbares Mini-Planschbecken der Hit sein (einfach mit etwas Wasser füllen und die Kleinen können planschen – zieht übrigens auch Nachbarskinder magisch an, tolle Gelegenheit neue Freunde zu finden!).
  • Fahrrad, Roller, Laufrad: Je nach Platz im Auto und Lust könnt ihr fahrbaren Untersatz für die Kids mitnehmen. Auf vielen Campingplätzen flitzen die Kids den ganzen Tag mit dem Roller den Weg rauf und runter. Wenn’s nicht mitnehmen geht – oft kann man Fahrräder vor Ort leihen. Helm nicht vergessen, der gehört definitiv mit ins Gepäck. 🚴‍♀️
  • Brett- und Kartenspiele: Für die gemütlichen Abende im Vorzelt oder falls mal ein Regentag kommt. Uno, Mau-Mau, ein einfaches Memory oder Dobble – Hauptsache es macht allen Spaß. Wir veranstalten gerne “Camping-Spieleabend”, inklusive Gewinner-Marshmallow für den Champion. 😁
  • Bücher und Malsachen: Gerade abends zum Runterkommen oder mittags in der Hängematte – ein paar Lieblingsbücher oder Pixis und ein Malblock mit Buntstiften beschäftigen auch müde Abenteurer ruhig. (Achte nur darauf, Filzstifte und Zeltboden sind keine gute Kombi… wir reden nicht über das abstrakte Kunstwerk auf unserer Isomatte…).
  • Kuscheltiere & Vertrautes: Jedes Kind hat vermutlich das eine Kuscheltier, ohne das es nicht geht. Nimm’s mit, egal wie abgeranzt es aussieht. Diese vertrauten Begleiter trösten bei Heimweh und gehören irgendwie auch mit aufs Familienfoto vor dem Zelt.

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